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Hintergrund: "Jugos" in der Schweiz Gerade in der Schweiz/Deutschland haben die „Jugos“ oft einen zwiespältigen und undurch-schaubaren Zugang zur eigenen Identität und Herkunft, ihre Stellung in der hiesigen Gesellschaft ist schwierig: Aus den einst gern gesehenen Bilderbuchausländern ist eine der unbeliebtesten Bevölkerungs-gruppe geworden. Den eigentlichen „Jugo“ gibt es ja im Grunde gar nicht mehr. Würde man in die Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawiens fahren, würde sich niemand als „Jugo“ bezeich-nen. Aber in der Schweiz und anderen deutschsprachigen Ländern spricht man ständig vom „Jugo“. Menschen, die selbst aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen bezeichnen und empfinden sich als „Jugos“, selbst wenn viele von ihnen schon im Kindesalter in die Schweiz gekommen oder gar hier geboren worden sind.Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln suchen sie Bilder, denen sie sich bedienen um Antworten zum eigenen Ich und der eigenen Herkunft zu bekommen. An diesen Bildern halten sie fest, wohl wissend, dass sich diese in den meisten Fällen aus subjektiv geformten Klischees zusammensetzt. Das Phänomen der Zelebrierung von Heimatklischees und übersteigertem Heimatgefühl von migrierten Menschen ist bekannt. Bei den „Jugos“ bekommt es aber durch den Zusammen-bruch ihrer Heimat eine neue, zusätzlich verzerrte Dimension, da die hier gefeierte Heimat aufgrund der politischen Auseinandersetzungen auf den geographischen Karten längst nicht mehr existiert. Besonders verblüffend dabei, dass unter dem gängigen Begriff „Jugo“ nach wie vor viele Bevölkerungsgruppen des ehemaligen Jugoslawien zusammenfallen. |
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Gerade in der Schweiz/Deutschland haben die „Jugos“ oft einen zwiespältigen und undurch-schaubaren Zugang zur eigenen Identität und Herkunft, ihre Stellung in der hiesigen Gesellschaft ist schwierig: Aus den einst gern gesehenen Bilderbuchausländern ist eine der unbeliebtesten Bevölkerungs-gruppe geworden. Den eigentlichen „Jugo“ gibt es ja im Grunde gar nicht mehr. Würde man in die Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawiens fahren, würde sich niemand als „Jugo“ bezeich-nen. Aber in der Schweiz und anderen deutschsprachigen Ländern spricht man ständig vom „Jugo“. Menschen, die selbst aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen bezeichnen und empfinden sich als „Jugos“, selbst wenn viele von ihnen schon im Kindesalter in die Schweiz gekommen oder gar hier geboren worden sind.